HMK Missionstag 2026

Umkämpfte Weltmission

HMK Missionstag

Rund 350 Menschen kamen am 20. Juni 2026 zum diesjährigen Missionstag der Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK) in der Bremer St.-Martini-Kirche zusammen. Unter dem Thema „Umkämpfte Weltmission“ berichteten Gäste aus Myanmar und Kolumbien von ihrer Missionsarbeit in ihren Heimatländern. Die Beiträge machten deutlich: Die Verbreitung des Evangeliums ist mit Widerstand, Verfolgung und gesellschaftlichen Spannungen verbunden. Gleichzeitig wächst die Gemeinde Jesu auch unter schwierigen Bedingungen.

Den Auftakt bildete ein Gottesdienst mit Predigt von Pastor Olaf Latzel zu Apostelgeschichte 16, 6-34. Anhand von Paulus und Silas zeigte er, wie das Evangelium bei seinem ersten Schritt nach Europa sofort auf Widerstand stieß. Die Missionare wurden mit geistlichem, wirtschaftlichem, staatlichem Druck konfrontiert und schließlich ins Gefängnis geworfen. Laut Latzel ist dies typisch für christliche Mission, die bis heute „umkämpft“ ist. „Die Zeiten werden härter und intensiver, und wir spüren mehr von diesem Kampf, wenn wir Jesus in diese Welt tragen“, so Latzel.

Aufzeichnung HMK Missionstag

Hier gelangen Sie zur Aufzeichnung des HMK Missionstages 2026. 

Er erinnerte zugleich an die Verantwortung der Christen für verfolgte Mitchristen. Wie Paulus dem Ruf „Komm herüber und hilf uns“ folgte, seien Christen hierzulande aufgefordert, ihren bedrängten Glaubensgeschwistern weltweit beizustehen. „Brüder und Schwestern, die im Kampf für das Evangelium stehen, brauchen Hilfe. Die Kämpfe in der Weltmission sind hart. Jesus nachzufolgen heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen“. Trotz aller Widerstände und Kämpfe wirke Gott weiter und baue seine Gemeinde.

Vom buddhistischen Mönch zum Christen

Wie dieser Kampf konkret aussieht, schilderte HMK-Projektpartner Peter Thein aus Myanmar. Aufgewachsen in einer buddhistischen Familie, wollte er ursprünglich Mönch werden. Während seines Studiums begegnete er Christen und begann zunächst, deren Glauben zu bekämpfen. Nach intensiven Gesprächen entschied er sich jedoch für Jesus: „Was immer es kosten möge, ich will Jesus nachfolgen.“
Diese Entscheidung hatte Folgen: Verlust der Versorgung durch das Kloster, Ablehnung durch die Familie und Druck durch ehemalige Mitmönche. Auch Behörden hätten ihn gewarnt davor, Buddhisten zu Jesus einzuladen. Dennoch verbreitete er das Evangelium und gründete Gemeinden unter ehemaligen Buddhisten. „Zu unserer Nachfolge gehört es, für Jesus zu leiden“, so Thein. Heute leitet er eine Missionsgesellschaft in Myanmar unter schwierigen Bedingungen.

Hoffnung inmitten der Krise

Von den Herausforderungen auf den Missionsfeldern in Kolumbien und Venezuela berichtete HMK-Projektpartner Samuel Hernández. Er schilderte eindrücklich die Entführung seines Schwiegervaters durch Guerillakämpfer im kolumbianischen Dschungel. Trotz Gefangenschaft habe dieser seinen Glauben an Jesus bezeugt, später sei einer der Entführer Christ geworden und engagiere sich heute in der Bibelverteilung in Venezuela.
Zudem berichtete Hernández von der schwierigen Situation in Venezuela, wo wirtschaftliche Krisen und Versorgungsengpässe den Alltag vieler Menschen prägen. Durch Bibelverteilung, Radiosendungen und Hilfsprojekte für abgelegene Gemeinden wollen er und sein Team Hoffnung weitergeben. „Die Bibel ist das größte Geschenk, das Gott uns gegeben hat“, betonte er. Er bedankte sich bei den Besuchern des Missionstages für ihre Unterstützung für die Glaubensgeschwister weltweit und ermutigte, sich von Gott gebrauchen zu lassen: „Gott kann jeden von euch gebrauchen“, so Hernández.

Damit Menschen nicht verloren gehen

Den Abschluss des Missionstages bildete die Andacht von HMK-Missionsleiter Manfred Müller zu Johannes 3,16. Er erinnerte daran, dass Mission aus Gottes Liebe zu den Menschen entspringt: „Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen“, bekräftigte Manfred Müller. Wer die Rettung durch Jesus Christus erfahren habe, könne nicht schweigen. Mission sei deshalb die natürliche Folge des Glaubens.
Zum Schluss betonte Müller die Hoffnung der Christen: Das Hier und Jetzt sei nicht alles. Der Glaube an Jesus Christus gebe Hoffnung über das irdische Leben hinaus und motiviere zur weltweiten Mission.

Fazit

Der HMK-Missionstag machte deutlich, dass christliche Weltmission umkämpft ist, zugleich aber die Gemeinde Jesu weltweit weiter wächst. Der Auftrag bleibt bestehen, damit Menschen nicht verloren gehen.

20. Juni 2026

10:00 Uhr

Gottesdienst

Umkämpfte Weltmission (Joh. 3,16)
Pfarrer Olaf Latzel

11:00 Uhr

Pause

11:30 Uhr

Zeugnis

Vom Buddhismus zu Jesus (Myanmar)
Peter Thein

12:30 Uhr

Mittagspause

Für ausreichen Verpflegung ist gesorgt!

13:30 Uhr

Zeugnis

Zwischen den Fronten (Kolumbien)
Samuel Hernández 

14:30 Uhr

Kaffeepause

15:15 Uhr

Hilfe Weltweit

Eindrücke aus unserer Projektarbeit
Simon Bellviure Bigas

Wort auf den Weg

Damit Menschen nicht verloren gehen (Joh. 3,16)
Manfred Müller

16:30 Uhr

Ende des Missionstages

Veranstaltungsort

Evangelische St. Martini Gemeinde
  • Martinikirchhof 3 28195 Bremen
  • 0421 324835
  • gemeindebuero@st-martini.net
  • www.st-martini.net

Parkplätze gibt es im Parkhaus Pressehaus (Langenstraße 31) Etwa 4 Gehminuten bis zur St. Martini Kirche.

Redner

  • Olaf Latzel
  • Peter Thein
  • Samuel Hernández
  • Simon Bellviure Bigas
  • Manfred Müller

Kinderprogramm

  • Parallel zu der Veranstaltung wird ein Kinderprogramm angeboten.

Noch Fragen?

Sie benötigen weitere Informationen oder es sind noch Fragen offen geblieben? Dann melden Sie sich gerne telefonisch unter der 06445 612440 oder per Mail an info@verfolgte-christen.org.

Abzugsfähigkeit

Gut zu wissen

  • Ihre Spende an den Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V. können Sie steuerlich geltend machen.
  • Insgesamt gilt dies für von Ihnen geleistete Spenden bis zu einer Höhe von 20 % des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte; sie sind steuerlich als Sonderausgaben abzugsfähig.
  • Sollten Sie Interesse an einer Zuwendung an die Hilfsaktion Märtyrerkirche haben, die darüber hinaus geht, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
  • Für Ihre Spende erhalten Sie zur Vorlage beim Finanzamt eine Zuwendungsbestätigung, die Ihnen jeweils zu Beginn des Folgejahres zugeschickt wird. Für Spenden bis zu einer Höhe von 300 Euro greift der vereinfachte Zuwendungsnachweis. Es genügt die Buchungsbestätigung des Kreditinstitutes (Kopie vom Kontoauszug).
  • Wir sind wegen Förderung religiös Verfolgter, gemäß § 52, Abs. 2, Satz 1, Nr. 02 und 10 AO, nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Wetzlar StNr. 39 250 61402, vom 25.09.2023 für das Jahr 2022 nach § 5, Abs. 1, Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftssteuer und nach § 3, Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.

Spendengrundsätze

Transparenz ist wichtig

  • Die Hilfsaktion Märtyrerkirche finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Der Verein erhält weder öffentliche Fördergelder noch sonstige Drittmittel.
  • Als gemeinnütziger Verein unterliegt die Hilfsaktion Märtyrerkirche der Prüfung durch das zuständige Finanzamt. Darüber hinaus betraut der Vorstand regelmäßig einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses, der ein entsprechendes Testat ausstellt.
  • Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat die HMK mit „geprüft und empfohlen“ ausgezeichnet.
Selbst Zeuge Sein

Selbst Zeuge sein

Die HMK veröffentlicht persönliche Erlebnisse verfolgter Christen. Denn sie berichten von der Gnade Gottes. Dadurch werden Christen im Westen zu Hingabe in der Nachfolge Jesu und zum eigenen, mutigen Zeugnis herausgefordert.

Verfolgung Biblisch Einordnen

Verfolgung biblisch einordnen

Die Erfahrungen verfolgter Christen und ihr Zeugnis lassen uns einen neuen und klareren Blick auf biblische Wahrheiten gewinnen. Wir lernen von den Verfolgten, dass Leiden zum Christsein gehört, weil auch Jesus gelitten hat. Wir sehen, wie Gott in diesem Leiden trägt.

Die biblische Sicht von Verfolgung wollen wir als Herausforderung und Ermutigung im deutschsprachigen Raum weitergeben.

Verfolgte Christen Unterstuetzen

Verfolgte Christen unterstützen

Die Hilfsaktion Märtyrerkirche unterstützt mit den Spenden, die ihr anvertraut werden, weltweit Projekte zur Hilfe für verfolgte Christen. Sie arbeitet dabei zusammen mit Partnern vor Ort.

Bereiche der Projektarbeit sind Soforthilfe, Überlebenshilfe, Medizinische Hilfe, Kinderhilfe, Wiederaufbau, Rechtsbeistand, Ausbildung, Evangelisation und Hilfe zur Selbsthilfe.

Mission Staerken

Mission stärken

Die HMK stärkt die missionarischen und diakonischen Bemühungen verfolgter Christen. Dadurch ermöglichen wir Christen in Bedrängnis, anderen in Wort und Tat die Liebe Christi zu zeigen – manchmal auch ihren Verfolgern.