Die Christin Hien aus Vietnam und ihr Mann Ha Wan waren während ihrer Ehe immer wieder voneinander getrennt gewesen. Kurz nachdem sie sich kennengelernt hatten, wurde er verhaftet. Er war als Missionar in ihr Heimatdorf gekommen. Damals war Hiens Vater der erste Gläubige und zugleich der einzige Pastor in seinem Dorf.
Obwohl Hien noch sehr jung war, zeigte sie großen Mut: Sie verkleidete sich als kommunistische Guerilla-Kämpferin und befreite Ha Wan aus dem Gefängnis. Das war der Beginn ihrer Ehe, ihrer gemeinsamen Berufung und ihres Dienstes für den Herrn.
Zugleich begann damit eine lebenslange Verfolgung durch die kommunistischen Behörden. Insgesamt verbrachte Ha Wan mehr als elf Jahre im Gefängnis.
Doch selbst im Gefängnis gab er nicht auf. Er erzählte seinen Mitgefangenen von Jesus. Wenn er freikam, setzte er seinen Dienst fort und verfolgte voller Hingabe seine Vision, Kinder, Jugendliche und Studenten mit dem Evangelium zu erreichen. Ha Wan starb nach einem erfüllten Leben im Dienst für Gott – nicht infolge der Verfolgung.
Rückblickend sagt Hien: „Gott hat meinen Mann auf ganz besondere Weise gebraucht. Obwohl er während seines Dienstes für Gott viele Probleme und Herausforderungen erlebte, gab er niemals auf und ließ sich nie entmutigen. Er diente Gott bis zu seinem letzten Atemzug“.
Bitte beten Sie mit
für die verfolgten Christen wie Hien, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Wenn Sie Christen in Vietnam helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende unter dem Stichwort „Vietnam“.