Eine Hoffnung, die Leben verändert

Benin 01 Aufmacher 26

Winna und ihr Mann Osawaru aus Benin wuchsen beide in Familien auf, die dem Voodoo-Kult anhingen. Nachts traf Osawaru sich mit anderen Voodoo-Anhängern, um Tiere zu opfern. Er hoffte, damit die Geister gnädig zu stimmen. Doch eines Tages hörte Winna die Hoffnung aus dem Evangelium. Die Worte Jesu berührten sie tief. Die Botschaft von einem liebenden Gott, der durch seine Menschwerdung in Jesus Christus rettet und vergibt, ließ sie nicht mehr los. Doch sie hatte Angst, mit ihrem Mann darüber zu sprechen.

Dann kam Osawaru eines Tages nach Hause und sagte unerwartet: „Ich habe von dieser guten Nachricht gehört – der frohen Botschaft der Christen. Sie sagen, Jesus ist ein guter Mann. Lass uns anfangen, ihm zu folgen.“ Gemeinsam begannen sie, die Kirche zu besuchen. Sie hörten von anderen Christen, dass ein Leben mit Jesus Veränderung bringt. Winna öffnete ihr Herz für das Evangelium. Beide bekannten sich zum Glauben an Jesus und studierten das Wort Gottes. Doch Winnas Freude währte nicht lange.

Druck aus ehemaliger Gemeinschaft

Plötzlich erklärte Osawaru, dass er mit Jesus „durch“ sei. Eine Voodoo-Priesterin hatte ihm gesagt, dass der christliche Glaube schlecht für ihn sei. Er würde nicht gesegnet sein, wenn er Jesus weiter folgen würde. Winna war schockiert über seinen Rückzieher. Sie flehte ihren Mann an: „Der Gott, dem wir dienen, ist so gut. Wir erleben Freude und Frieden. Willst du diesen Gott jetzt wirklich verlassen?“ Doch Osawaru hatte sich entschieden. Er sagte ihr klar, dass er wieder Voodoo praktizieren werde, egal, ob es ihr gefalle oder nicht. Dann drohte er ihr: Wenn sie weiter Jesus anbete und in die Kirche gehe, hätte sie keinen Platz mehr in seinem Leben.

„Der Gott, dem wir dienen, ist so gut. Wir erleben Freude und Frieden. Willst du diesen Gott jetzt wirklich verlassen?“

Aus dem eigenen Zuhause vertrieben

Ab diesem Tag stand Winna unter starkem Druck. Osawaru machte ihr das Leben schwer. Er kritisierte sie ständig für ihre Nachfolge. Winna versuchte, den Kindern zuliebe Frieden mit ihrem Mann zu halten. Doch eines Tages erklärte Osawaru nach einem Treffen mit Voodoo-Anhängern, dass sie ihr Zuhause verlassen müsse. Ihre Anwesenheit würde die Kraft seiner Götter stören. Dann setzte er sie und die Kinder vor die Tür. Er sagte zu ihr: „Wenn du Hunger hast, dann geh zu deinem Gott, den du verehrst. Soll er doch für dich sorgen“.

Von allen Seiten abgelehnt

Nun stand Winna da – mittellos und hoffnungslos suchte sie nach einer neuen Bleibe. Schließlich fand sie eine kleine Hütte, die sie mietete. Doch als die neuen Nachbarn, die ebenfalls Voodoo-Anhänger waren, erfuhren, dass Winna Christin war, griffen sie sie eines Nachts an. Sie rissen das Dach ihrer Hütte herunter und zerstörten eine Wand. Auch ihr Vermieter wurde wütend. Er schrie: „Dein Mann ist zu Voodoo zurückgekehrt. Du sollst ihm folgen!“ Winna und ihre Kinder mussten die Nacht draußen verbringen und konnten nur auf dem Erdboden schlafen. Am nächsten Tag besuchte sie ihren jüngeren Bruder und bat ihn um Hilfe. Doch er verspottete sie nur: „Was hat Jesus dir schon gegeben? Zeig es mir!“ Winna antwortete ruhig: „Mein Gott ist immer bei mir. Er hat versprochen, für mich zu sorgen.“ Und dann erinnerte sie sich an ein christliches Lied und begann zu singen: „Gott, du hast früher für andere gesorgt. Kannst du nicht auch für mich sorgen?“ Das verärgerte ihren Buder so sehr, dass er eine Machete holte. Er bedrohte sie und befahl ihr zu gehen. Als Winna klar wurde, dass er wirklich vorhatte, sie zu töten, verließ sie sofort sein Haus. Auch ihre Eltern enttäuschten sie zutiefst. Sie lehnten es ab, ihr zu helfen, weil sie den Voodoo-Kult verlassen hatte. Für sie war Winna eine Schande. „Ich fing an zu weinen. Ich sagte zu Jesus: ‚Wegen dir leide ich so sehr. Alle lachen über mich. Bitte hilf mir‘“, sagt sie.

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Standhaft trotz aller Bedrängung

Eine Christin aus dem Dorf bot Winna schließlich Hilfe an. Sie durfte mit ihren Kindern in einer ihrer Wohnungen bleiben. Diese hatte nicht einmal eine Tür. Notdürftig fertigte Winna aus alten Stoffresten und Seilen einen Vorhang. Nun besaßen sie zwar eine Unterkunft, doch Winna hatte keinerlei Einkommen und kaum etwas zum Essen für sich und ihre Kinder. Als sie die Kinder zu ihrem Vater schickte, wies der sie ab: „Ich bin nicht mehr euer Vater“, sagte er. „Soll doch euer Pastor für euch sorgen.“ Wenn die Kinder ihm auf der Straße begegneten, beschimpfte er sie und trieb sie von sich fort: „Lasst mich in Ruhe. Ich kenne euch nicht und ihr kennt mich nicht!“ Das schmerzte die Kinder und Winna sehr.

Treue bis zum Ende

Dann starb Osawaru plötzlich. Als Winna und ihre Kinder zur Beerdigung kamen, stellte Osawarus Familie Winna vor eine Wahl: Rückkehr zum Voodoo-Kult oder völlige Ablehnung. Doch Winna verzichtete auf ihre Hilfe und blieb bei Jesus. Die Jahre danach waren sehr hart für Winna: Sie konnte die Schulgebühren ihrer Kinder nicht mehr bezahlen. Als eines ihrer Kinder schwer krank wurde, hatte sie nicht einmal Geld für Medizin. „Ich hatte keine Hoffnung mehr für mein Kind“, sagt sie. „Dann rief ich den Pastor an. Wir beteten. Und durch Gottes Gnade überlebte es.“

Hoffnung, die durch Leid und Not trägt

Heute geht es Winna und ihren Kindern besser. Alle drei folgen Jesus. Christen weltweit halfen ihr bei den Schulgebühren. Ihre älteste Tochter ist heute 18 Jahre alt und Friseurin und Winna verkauft Gemüse und kann für ihre Familie sorgen. „Was mir Hoffnung gibt, ist zu wissen: Wer Gott folgt, wird nicht beschämt“, sagt Winna. Ihr größter Wunsch ist, dass ihre Familie erkennt, was Gott in ihrem Leben getan hat. „Dann werden sie sagen: ‚Der Gott, dem du dienst, hat dein Leben verändert. Ich will ihm auch dienen.‘“

Bitte beten Sie

für Winna, dass durch ihren gelebten Glauben viele Menschen nach Jesus fragen und den Mut haben, den Voodoo-Kult zu verlassen.

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Selbst Zeuge Sein

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Verfolgung Biblisch Einordnen

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Die Erfahrungen verfolgter Christen und ihr Zeugnis lassen uns einen neuen und klareren Blick auf biblische Wahrheiten gewinnen. Wir lernen von den Verfolgten, dass Leiden zum Christsein gehört, weil auch Jesus gelitten hat. Wir sehen, wie Gott in diesem Leiden trägt.

Die biblische Sicht von Verfolgung wollen wir als Herausforderung und Ermutigung im deutschsprachigen Raum weitergeben.

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